Holzofen und Beistellherd

Backen wie Großmutter

Anfeuern mit (Tannen-)Zapfen

Ich denke mal als Anzündhilfe oder “Effekt” (Knistern, Geruch) ist es völlig unbedenklich. Aber die Zapfen brennen schnell herunter und man braucht schon sehr viele, wenn man damit heizen will.

Zapfen, die noch geschlossen sind, werden beim Brennen aufplatzen (Keine Angst, Gefahr besteht nicht, es knackt nur sehr sympathisch).

Manch ein Ofenbauer kann aber Geschichten erzählen, das sie Kunden hatten, die den ganzen Ofen voller Zapfen gefüllt haben, welche so schnell Hitze abgaben, das der Gussofen ausgeglüht (und angeschmolzen) ist.

Zapfen erzeugen kurzfristig eine riesige Hitze also nicht zu viele auf einmal!

p.s.: Tannenzapfen fallen ab Juli und Kiefernzapfen im Regelfall in den Wintermonaten

Gegen Schnecken im Garten mit Holzasche und Holzspänen

Das Frühjahr 2010 war für mich in meiner Region verregnet und schneckenreich. Ebensoviel Brennmaterial wie ich verbraucht habe, kamen als Gegenzug im April Schnecken in meine Töpfe und Beete.

Als nun meine Lieferung an Stauden von http://www.cottage-stauden.de ankam war die Freude riesig, wie auch die Bedenken, wie ich diese Pflanzen schneckenlos zum Blühen bekomme. Das altbekannte Schneckenkorn funktioniert, empfinde ich aber nicht als optimal weil es die Schnecken ja im ersten Moment anlockt.
Mir persönlich wäre lieber, sie abzuschrecken und ohne Lockmittel, welches sie zur Pflanze führen würde.

Als “Holz(ver)heizer” sind mir doch gleich zwei Dinge eingefallen, die Minispänchen aus meinen Holzbriketts und die reine Holzasche, ohne Brikettzusatz, die oftmals als Dünger eingesetzt wird.

Beide Methoden sind nicht neu - beide Methoden werden von den einen abgelehnt und von den anderen als Allheilmittel betrachtet.

Stabfeuerzeuge und kalter Frust

Schon eigenartig, wie unterschiedlich lang oder kurz - oder wie hier minimal - die Lebensdauer von Stabfeuerzeugen sind.

Selbst dann wenn darauf geachtet wird, dass keine Luft im Tank ist, wodurch das Befüllen schwierig wird, (dann muss mit einem kleinen Schraubendreher o.ä. der auf das Gasventil passt, runtergedrückt werden um den Tank komplett entleeren, sowohl von Gas als auch von Luft. Solange gedrückt halten bis kein Zischgeräusch mehr zu hören ist denn nur dann dürfte sich der völlig leere Tank sichwieder problemlos füllen lassen.

Dieses Modell hier scheint einen defekten Tank zu besitzen, bereits kurze Zeit nach dem Kauf war es nicht mehr aufladbar.

Auffällig war für mich, dass die kürzeren Stabfeuerzeuge dankbarer sind im Handling als die normal “langen”. Es scheint so zu sein, dass das Gas zuweilen Probleme hat den langen Weg “hinter sich zu bringen”.

Fazit: es gibt viele verschiedenen Modelle im Handel, aber nur sehr wenige, die dienlich sind wenn es morgens kalt ist und schnell etwas Wärme einkehren soll…..

Robinie (oder Scheinakazie)

Nun bin ich über das Brennmaterial Robinie (oder Scheinakazie) gestolpert - es soll vom Heizwert Eiche ähnlich sein aber brennen wie Buche.

Also lagern läßt es sich super, verbrennen soll es sehr heiß ! mit
viel leichter Asche. Der Heizwert soll über Eiche liegen- brennt halt schneller weg. Ergo: sparsam einsetzen.

Es brennt gut, da lässt sich nichts sagen - muss jedoch sehr lange abgelagert sein, länger als normales Brennholz.

Allerdings: Wenn ich wählen kann, so heize ich nur noch mit Holzbriketts, deren Wärme einfach viel beständiger ist. Für jemanden wie mich, der das Brennholz kaufen muss, ist die Effektivität, der Kostenfaktor, der Brennwert und die Aschereste (ganz zu schweigen davon, dass für den Kamin selber eine Restfeuchte von unter 5% besser ist als die beim Brennholz nicht unüblichen 20%) einfach bei Holzbriketts effektiver!

Silikon-Topfhandschuhe

Sie sind natürlich keinesfalls dazu gedacht im offenen Feuer zu “stochern” sondern lediglich ein Schutz vor der Wärme - keinesfalls der Flammen!

Genial, was das Abweisen der Wärme und den Feuerschutz betrifft. Aber: meine Medium-Hände machen verzweifelte Schwimmversuche in den XL-Handschuhen, somit wenig Griffestigkeit.

Die Innenseite des Handschuhs ist mit Silikonprofil für sicheren Griff versehen, besteht aus reiner Baumwolle mit Polyester-Einsätzen und ist Hitzebeständig bis 250 Grad.

Rindenbriketts

Ich selber habe Rindenbriketts selber noch nicht verwendet, was ich aber darüber recherchieren konnte wird sicherlich früher oder später zu einem Kauf führen. Demnach sind sie ideal, um den Ofen über die Nacht warm zu halten. Vor dem - hoffentlich - seligen Schlummern noch zwei bis vier Hartholzbriketts oder Rindenbriketts in den Ofen legen, warte bis sie brennen. Dann den Sie den Luftregler schließen. Am nächsten Morgen sind die Räume zumeist wieder schnell schön warm.

Geringe Restfeuche von nur etwa 8 - 10% % ergibt eine hohe Energieausbeute, da kaum Trocknungsverluste auftreten. Brennwert etwa 5,2 kwh/kg. Sie bieten eine hervorragende Ökobilanz, da bei ihrer Produktion ausschließlich nachwachsende Naturprodukte verwendet werden.
Sie besitzen eine lange gleichmäßige Brenndauer, die je nach Luftzufuhr bis ca. 12 Std. für Glut sorgen kann. Sie besitzen eine sehr hohe Dichte und benötigen daher wenig Platz zum Lagern. 

Viereckige Holzbriketts

Ihre viereckige Form alleine hat nichts zu sagen über gutes oder schlechtes Brennverhalten - höchstens über eine leichtere und bessere Handhabung. Was Wärmeabgabe und Brennverhalten betrifft, so ist die Form unwesentlich.

Holzbriketts, eckig, aus Fichtenspänen, für Kamin- und Kachelöfen, sowie Holzkessel
Restfeuchte < 5% auf einer Einweg-Palette mit 96 Paketen a/10 kg = 960 kg - gezahlt habe ich 171.90 €
Nun bin ich am Einräumen dieser Palette:

Das Feuer sieht so aus:

Meiner Meinung nach gegenüber den Rollenbriketts unansehnlicher … aber wärmeergiebig…. allerdings viel bröckelnder als die runden Buchebriketts….

Rundbriketts oder viereckige Briketts

Die Form alleine sagt nichts über das Brennverhalten oder die Wärme aus. Lediglich für die Handhabung kann es eine Rolle spielen ob viereckige oder längliche Briketts handlicher sind.

Von der Optik beim Brennen sieht dieses Rundbrikett attraktiver aus als ein viereckiger Klotz - einfach wohl aufgrund der “Erinnerung” an Holz.
Das hier sind dunkle runde Holzbriketts aus Bucheholz-Spänen mit einem Anteil an Fichtenholz-Spänen. Durchmesser ca. 7 cm, Länge ca. 30 cm
Verpackt in 25 kg-Foliensäcken - auf Grund des Gewichtes muss ich hier direkt an der Lagerstätte in die Körpe packen, dann kommt die Schubkarre auf dem Weg ins Haus ;-)

Bezahlt habe ich einen Preis pro kg = 0,192 EUR entspricht einem Kaufpreis in der bekannten 10 kg-Paketverpackung von nur 1,92 EUR.
 Die Palette, rund 500 kg, steht nun bei mir in der Holzlagerstätte.

Holzbriketts

Ein Raummeter (Kubikmeter) Buchenholz trocken wiegt so ca. 480 kg und kostet in meiner Region zwischen 65 € und 75 €. Zu beachten ist jedoch, dass bei harten Wintern (wie bei dem 2009/2010) den Holzhändlern zumeist das Bucheholz bzw. Hartholz ausgeht und “billigere” Varianten von Nadelholz beigemischt werden (müssen). Im Regelfall jedoch zum selben Preis ….

Eine Tonne Holzbriketts ersetzt ca. 2,5 Raummeter (Ster) Eichenholz oder ca. 3,3 Raummeter (Ster) Kiefernholz / Fichtenholz.

Der Heizwert des Brennholzes ist in erster Linie von der Holzfeuchte abhängig. Für mich als Befüller von Kaminofen und Beistellherd und Aschebutler bedeutet dies, daß trockenes Holz mehr Wärme produziert als feuchtes. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies:

Heizwert Holzbriketts: (Restfeuchte 10%): ca. 5,0 kWh/kg
Heizwert Stückholz: (Restfeuchte 20%): ca. 3,9 kWh/kg.

Bei den Holzbriketts wird die Luft aus dem Holz gepresst. Somit gibt es kein leichtes und kein schweres Holz mehr, keines mehr mit viel und keines mehr mit wenig Luft. Es gibt nur noch verdichtete Holzfasern (Diese sind im Übrigen so stark verdichtet, daß Briketts im Wasser untergehen - das schafft keine unserer heimischen Holzarten).

Kleiner Nachteil: die Krümelei rund um die Auspackerei der Holzbrickets….

Fichtebriketts oder Buchebriketts?

Grundsätzlich hat Fichte aufgrund der chemischen Zusammensetzung einen höheren Brennwert als Buche. Somit ist Buche wohl “das bessere Brennholz”,  hat aber pro Kilogramm Masse weniger Brennwert als Fichte und das bedeutet in der Umkehrung, dass ein Kilo Fichtenbrikett besser heizt als 1 Kilo Buchenbrikett. Da aber ein Kilo ein Kilo bleibt gilt hier (anders als beim Holzkauf) Fichtebriketts sind eher positiver als negativer zu bewerten was die abgegebene Wärme betrifft.

In der Herstellung kann jedoch Fichte aufgrund des hohen Harzanteils besser und dichter gepresst werden.

Bei den Holzbriketts gilt nicht, was für “Holz” als solches gilt:
Aufgrund der fehlenden Dichte ist Nadelholz leichter als Hartholz. Das heißt: Bei Brennholz muss ein mehrmaliger Gang zum Ofen erfolgen, um mit jeweils 10 kg den gleichen Heizwert einzuwerfen.





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